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Marketingberater 2.0

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Dies ist das Cliplog von Social Media Berater Sebastian Voss. Hier häuft sich alles Lesenswerte rund ums Thema "Social Media im Unternehmenseinsatz". Viel Spaß beim Schmökern und Kommentieren!
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Berufsbild: PR-Mitarbeiter 2.0

Öffentlichkeitsarbeit hat sich gewandelt. Der PR-Mitarbeiter von heute, sollte nicht nur redegewandt, schreibstilsicher und well-connected zu Pressevertetern sein, sondern auch über die Fähigkeit verfügen dem Unternehmen im Social Web ein Gesicht zu geben und mit seinen Stakeholder offen und authentische 24h im Austausch zu stehen. Diese Skills müssen aber bereits in der Ausbildung der heranwachsenden PRler vermittelt werden. Der zweitteilige Beitrag von Klaus Eck gibt einen Einblick.

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Auf der Suche nach dem PR-Mitarbeiter 2.0

Glaubt man aktuellen Studien liegt die Zukunft der PR eindeutig in der Online-PR, (Index, 2009). Bereits in den kommenden 12 Monaten soll sich der Anteil der Online-PR erheblich steigern. Die Herausgeber der Studie fordern zurecht, dass in den Agenturen Know-how und Ressourcen gefördert und ausgebaut werden müssen, um den wachsenden Ansprüchen an der Online-Kommunikation zu genügen. Besondere Auswirkung wird dies auch auf die Aus- und Weiterbildung haben.  

Hilft es dem PRler der Zukunft aber tatsächlich, wenn er die Werkzeuge und deren Einsatzmöglichkeiten erklärt bekommt? Oder braucht es nicht zusätzlich ein weiteres Werkzeug, das ich jetzt einfach mal “Persönlichkeit” nenne? Um Online-PR perfekt umzusetzen, bedarf es dank Web 2.0 Persönlichkeit und Mut. In der Ausbildung müsste zukünftig verstärkt die Persönlichkeit der PRler gestärkt werden, denn nicht jeder besitzt den Mut, um mit Social Media umgehen zu können, um authentisch kommunizieren und in einen Dialog treten zu können. 
Aber wie sieht nun für mich der perfekte PR-Mitarbeiter im Zeitalter der Online-PR und des Web 2.0 aus? Welche Qualifikationen muss er mitbringen, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden? Genügt die heutige Ausbildung überhaupt noch, in der PRler die Journalisten als Dreh- und Angelpunkt in der Kommunikation betrachten? Für mich gibt es hierzu eine klare Antwort: Nein. 
Betrachtet man das Web genauer, läutet die Ära des Social Webs einen Wandel ein: Nicht mehr nur die Journalisten sind Ansprechpartner und Zielgruppe für PR-Agenturen, sondern viel mehr die interessierte Masse, die Blogger, die Mini-Multiplikatoren. Somit schlüpft der PR-Mitarbeiter in die Rolle eines Multiplikators, eine ernst zu nehmende Quelle für Unternehmensinformationen und Einblicke, die er über das Soziale Netz in alle Welt streuen kann. Und er bringt eine Besonderheit mit sich: Durch die konventionelle Art und Weise, wie dieser Mitarbeiter über sein Leben und seinen Job berichtet, ist er authentisch und fordert zum Dialog auf. Eine wertvolle Gabe, die jedes Unternehmen schätzen sollte.
Vergleicht man hierzu die klassische PR hat man es meist noch mit einer Kommunikations-Maschinerie zu tun, die die Push-Strategien versucht zu erhalten. Sie ist das ganze Gegenteil von Authentizität und Dialogbereitschaft. Eine One-Voice-Policy kann nicht den verschiedenen Ansprüchen und Denkweisen von Menschen in den PR-Abteilungen und generell in den Unternehmen gerecht werden. Auch der Umgang und die Gestaltung von Content, das heißt von Texten, Bildern, Videos und sonstigen Informationen die ein Unternehmen produziert, muss diesem Wandel angepasst werden. 
Inhalte werden nicht mehr statisch konsumiert und abgerufen, sondern sollen überall und jederzeit eingebunden und weiterverarbeitet werden können, sie sollten zudem verlinkbar und zitierbar sein. Entwicklungen wie der Social Media Newsroom sind längst nicht im Mainstream angekommen, zeigen aber auf wie die Zukunft aussehen könnte: Ein freier Umgang mit Inhalten, eine zielgruppengerechte, individuelle Ansprache sowie die Möglichkeit an Hintergrundwissen zu kommen, verbessern die Bedingungen und zentralisieren die Orte, an denen Gespräche über Unternehmen geführt werden. 
PRler der Zukunft müssen mit dieser Form der Inhaltedarstellung einen ganz neuen Umgang erlernen. Wie gehe ich mit Kommentaren um, welche Multiplikatoren kann ich für mich gewinnen? Wie bereite ich die Informationen auf, die in keinster Weise mehr den klassischen PR-Texten entsprechen? Wie soll das aber alles innerhalb kurzer Zeit vermittelt werden und eine weitere Frage stellt sich, wie kann man herangehende PRler den unkomplizierten Umgang beibringen. 
Welcher Chef erlaubt seinem Praktikant, einfach mal zu twittern, Kommentare zu schreiben und in einen Dialog zu treten. Wird heute nicht noch viel zu oft “draufgeschaut”, “korrigiert” und “verbessert” und bleibt dann zum Schluss das “doch eigentlich wertvolle Branding” der Jung-PRler auf der Strecke? Doch wie man es dreht und wendet, die Frage, die sich Ausbilder heute stellen müssen ist wie der Umgang mit dem Web 2.0 am besten beigebracht werden kann. Wer hat die Antwort? 
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Social Media - Bestandteil des Kommunikations-Mix

Es lässt sich nicht leugnen, Social Media wird immer omipräsenter. Es ist bei vielen Menschen zur tagtäglichen Gewohnheit geworden, neben ihren E-Mails auch Nachrichten in den Social Networks abzurufen, Kommentare in den Threads von Freunden zu posten und gekaufte Produkte bei Amazon oder E-Bay zu bewerten.

Es geht für moderne, wettbewerbsfähige Unternehmen kein Weg mehr dran vorbei an einer crossmedialen-Kampagnenstrategie, bei der Social Media Elemente mit in den Kommnikationsmix eingespannt werden, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen.

Es ist dringender denn je, das PR-Abteilungen und Agenturen die neue Spielart des Internet begreifen und diese nicht mehr als bloßen “Hype” abstempeln. Bastian Scherbeck von achtung! hat dazu einen netten, aufrüttelnden Artikel auf dem Weblog Digital Conversation verfasst, bei dem ich übrigens auch Gastautor bin. Man lese und kapiere…

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Social Media gehören zu Deinem Repertoire. Punkt.

By Bastian Scherbeck

Medienlandschaft 2009

Im Jahr 2009 sind die Social Media in Deutschland angekommen: Von den guten alten Foren über Wer kennt wen, StudiVZ und Facebook, bis hin zu Twitter: Die interaktive Mediennutzung hat endgültig Einzug in die deutschen Haushalte gehalten. Ein deutlich wahrnehmbarer Teil der ehemaligen Konsumenten mischt nun aktiv auf dem Informationsmarkt mit und produziert online unablässig für jeden abrufbare Inhalte. Das haben mittlerweile sogar die klassischen, monologischen Medien (Fernsehen, Radio, Printpresse) erkannt. Sie sind dadurch zwar (noch) nicht obsolet geworden, ihren vorherigen  Stellenwert haben sie jedoch verloren. Und werden Ihn nicht wieder zurückgewinnen.

Der Kommunikationsmarkt wird damit deutlich differenzierter, unzählige Nischenmärkte tun sich auf: Informationen gibt es - spätestens seit dem Siegeszug der Smartphones - gefühlt kostenlos, zu jedem Thema, zu jeder Zeit, an jedem Ort und in einer die traditionellen, analogen Kanäle immer stärker in Bedrängnis bringenden Geschwindigkeit. Für jeden, der das Internet aktiv und täglich nutzt, können Tagesschau, Tageszeitung und Boulevardpresse da nicht mehr mithalten: Zu langsam, nicht aktuell genug, zu teuer. Konsequenterweise sinkt die Reichweite der klassischen Medien langsam aber stetig.

Unternehmenskommunikation 2009

Noch im Jahre 2008 wurde dies von den meisten Unternehmenskommunikatoren geflissentlich ignoriert. “Der Hype geht schon vorbei”, “Die Web 2.0 Blase wird platzen” - als jemand der sich bereits früh mit der Entwicklung der Onlinekommunikation auseinandergesetzt hat, wurde man nicht selten belächelt. 2009 hat sich das geändert: Die klassischen PR erweisen sich immer wieder als ineffizient, klassische Mechanismen funktionieren nicht mehr (Gewinnspielkooperation ohne Druckkostenzuschuss? Pustekuchen - egal wie hoch der Wert des Gewinns ist), der Zugang zu manchen Zielgruppen wird deutlich schwieriger. Das Ergebnis: Die PR wittert die Rettung in den Social Media und wendet sich diesen zu. Doch anstatt sich ernsthaft mit den Regeln und Funktionsmechanismen der neuen, digitalen und interaktiven Medien auseinanderzusetzen, füllt der ein oder andere den alten Wein in neue Schläuche und wundert sich, das dieser dem digitalen “Publikum” nicht schmeckt.

Jetzt wird’s ungemütlich: Social Media

Das kann nicht funktionieren. Die Social Media sind keine Vielzahl von neuen Kanälen, die nur darauf warten, dass all die Unternehmensbotschaften, die in den klassischen Medien nicht mehr platziert werden können, nun bei Ihnen abgeladen werden.

Social Media - das bedeutet: (weitgehende) Demokratisierung der Medien, Abschaffung der Grenze zwischen Contentproduzent und Contentkonsument, 24/7 Dialog rund um den Globus. Mit geringem Aufwand kann jeder der will eine interessierte Öffentlichkeit erreichen und wird damit zum auch für Unternehmen wichtigen Multiplikator und Meinungsbildner. Und die Möglichkeit wird zuhauf genutzt: Der Informationsmarkt explodiert; jeder schreibt was er will; die niemals vorhanden gewesene Kontrolle von Unternehmen über Ihren Marken- und Produktbotschaften wird allzu offensichtlich. Der gefühlte Kontrollverlust ist riesig und nicht selten wird alles versucht um “die Kontrolle wieder zurückzuerlangen”: Kommunikatoren verweigern den Dialog mit den neuen Multiplikatoren, wer sich kritisch zum Unternehmen äußert wird abgemahnt. Der Kampf David gegen Goliath ist eingeläutet - den ewigen Gewinner dieses Kampfes verrät uns die Bibel.

Die einzigen “Waffen”: Wissen und die Bereitschaft, zu Neuem aufzubrechen

Will die Unternehmenskommunikation diesen Kampf bestehen, kann Sie nur eines tun: Ihn beenden. Die einzig wirksamen “Waffen” sind das Wissen und die Bereitschaft zu Neuem aufzubrechen. Das Wissen um die Funktionsweise der neuen Medien und die darauf folgende Bereitschaft in der Auseinandersetzung mit den neuen Medien einen radikalen Bruch mit alten Denkmustern zu vollziehen nimmt dem “Schreckgespenst Social Media” seine negative Aura (Klowände des Internets …) und deckt die unzähligen Chancen auf, die ein Engagement in den Social Media für eine Vielzahl von Unternehmen bereit hält.

Doch Wissen kommt nicht von ungefähr: Wer nicht weiß, wo er mit dem Lernen beginnen soll, wird keinen Erfolg haben. Plus: Der oft stressige Berufsalltag der Kommunikatoren lässt eine solche Eigeninitiative nicht selten schon im Keim ersticken.

Die Lösung: Das Thema muss auf die Agentur-/Unternehmensagenda

Es gibt nur eine Lösung: Die Social Media müssen auf die Fortbildungsagenda einer jeden Kommunikationsagentur / einer jeden Abteilung für Unternehmenskommunikation. Denn: Der “Hype” geht nicht vorbei - hier haben sich Kommunikationsstrukturen grundlegend und dauerhaft gewandelt - und während die alten Medien langsam aber sicher an Kraft verlieren, werden die Social Media immer stärker. Natürlich: Fernsehen, Radio und Print werden nicht sterben; ein paar Jahre wird der Großteil der Agenturen in Deutschland mit den klassischen Media Relations noch gutes Geld verdienen. Aber: Die Zeiten haben sich gewandelt. Schon jetzt ist ein Engagement in den Social Media nicht selten die wirksamere Kommunikationsstrategie.

Deswegen: Social Media gehören zu Deinem Repertoire als Unternehmenskommunikator. Ein grundlegendes Verständnis dieses Bereiches ist unerlässlich. Wenn Dein Chef es noch nicht weiß, sag es Ihm. Punkt.

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